Stromnetz trotzt den extremen Temperaturen.

Extremwetter: ovag Netz GmbH stockt Rufbereitschaften wegen hoher Temperaturen auf.

Die jüngste Hitzewelle ist auch für das Stromnetz eine Belastungsprobe. Am vergangenen Wochenende wurden an zahlreichen Orten im Versorgungsgebiet der ovag Netz GmbH Temperaturen über 40 Grad Celsius gemessen, auch die zurückliegende Woche hatte durchgängig Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gebracht – extreme Bedingungen, die Prophylaxe und Vorbereitung notwendig machen. Die ovag Netz GmbH hat deshalb bereits in der vergangenen Woche ihre Rufbereitschaften personell aufgestockt, um bei möglichen Störungen insbesondere außerhalb der üblichen Geschäftszeiten angemessen reagieren zu können. Die gute Nachricht: Das Netz hat sich auch angesichts der anhaltend extremen Temperaturen als sehr stabil erwiesen.

Die Erzeugung und der Verbrauch von Strom führen immer zu einer Erwärmung der Betriebsmittel. Das ist ganz natürlich – reine Physik – und wird entsprechend berücksichtig. Bei anhaltenden Extremtemperaturen kann es allerdings passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle auch mal zu viel wird, was dann in der Regel eine Störung zur Folge hat. Es gab an diesem Wochenende ein paar kleinere Störungen. Die Hitze war da aber nicht der maßgebliche Treiber. Das bewegte sich alles im Rahmen und zeigt, dass unser Netz fit ist, um auch bei diesen hohen Belastungen zu funktionieren, erklärt Thomas Seipp, Abteilungsleiter Bau & Betrieb bei der ovag Netz GmbH.

Das Thema Hitze spielt bei uns eigentlich seit Jahren eine Rolle, sagte er, und das nicht nur bei den Betriebsmitteln, sondern auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Monteure. Jegliche Arbeiten, ob nun auf Baustellen, bei der Betriebssicherung oder der Behebung von Störungen, seien bei diesen extremen Temperaturen fordernd für die Belegschaft. Deshalb gebe es während der Hitzeperioden seit Jahren beispielsweise zusätzliche Getränke und eine Sonnenschutzprophylaxe. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen haben wir uns zudem entschieden, die Rufbereitschaften in den Netzbezirken um jeweils einen Kollegen beziehungsweise eine Kollegin aufzustocken, um gewappnet zu sein und die Arbeit besser verteilen zu können, sagt Seipp. Am Samstag habe man beispielsweise auch außerplanmäßig verschiedene Anlagen begangen, um mögliche Auswirkungen frühzeitig erkennen zu können. Dank gelte hier den Kollegen, die sich auch kurzfristig bereiterklärt hätten, am Wochenende Bereitschaftsdienste zu übernehmen, um so dazu beizutragen, dass die Versorgungssicherheit auch bei derartigen Extremwetterlagen kontinuierlich hoch bleibe.

Mitarbeiter der ovag Netz mit dem Störungsanhänger
Die Rufbereitschaft im Einsatz.

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