Serie von Blitzeinschlägen führt zu kurzzeitigen Ausfällen.
Unwetter fordern Leitstelle und Rufbereitschaften der ovag Netz GmbH / alle betroffenen Orte schnell wieder versorgt.
Unwetter haben das Stromnetz am vergangenen Wochenende massiv gefordert und zu mehreren Störungen geführt. Durch eine Serie von Blitzeinschlägen kam es in einigen Gemeinden im Vogelsbergkreis sowie im Landkreis Gießen zu kurzzeitigen Unterbrechungen der Stromversorgung. Betroffen waren neben Ober-Ohmen auch Hungen, den Licher Stadtteil Ober-Bessingen traf es dabei gleich zwei Mal. Dank des abgestimmten Zusammenspiels zwischen Netzleitstelle, Rufbereitschaft, Ingenieurbereitschaft und Logistik konnte die Versorgung in den betroffenen Gebieten zügig wiederhergestellt und stabilisiert werden
, erklärt Thomas Seipp, Abteilungsleiter Bau & Betrieb bei der ovag Netz GmbH.
Der erste Blitzeinschlag einer Serie von insgesamt vier Einschlägen ereignete sich am frühen Samstagmorgen gegen 2:46 Uhr im Bereich Ober-Ohmen. Durch den Einschlag in eine Freileitung entstanden schwere Schäden an zwei Betriebsmitteln. Durch die schnelle Reaktion der Netzleitstelle in Friedberg konnte die betroffene Leitung umgeschaltet werden, die Energieversorgung wurde bereits zwei Minuten nach dem Einschlag wieder vollumfänglich hergestellt.
Am Sonntagabend löste ein Blitzeinschlag gegen 22 Uhr eine Überspannung aus, die in Folge eine Mittelspannungsschaltanlage beschädigte und zu einem Stromausfall führte, der Teile von Ober Bessingen vorübergehend stromlos machte. Die Monteure der ovag Netz GmbH begannen sofort mit Hochdruck, den Schaden zu beheben, sodass die betroffenen Stationen um 22:56 Uhr wieder ans Netz gehen konnten. Fast zeitgleich kam es im Bereich Hungen zu einem weiteren Erdschluss, der durch einen Blitzschlag an einem Endverschluss einer Freileitung verursacht wurde. Dies führte zu einem Ausfall mehrerer Stationen im Hungener Stadtteil Langd. Da eine schnelle Reparatur der Leitung vor Ort aufgrund eines Mehrfachfehlers nicht möglich war, leitete die Rufbereitschaft umgehend eine Notversorgung ein. Das Logistikpersonal transportierte in höchster Eile ein Notstromaggregat aus dem Betriebsstandort in Friedberg nach Langd, welches am frühen Morgen gegen 2 Uhr vor Ort in Betrieb genommen werden konnte, um die Versorgung der Anwohner wieder sicherzustellen.
Bei einem weiteren Blitzschlag gegen 22:51 Uhr in eine Freileitung zwischen Nonnenroth und Ober-Bessingen wurde ein Isolator zerstört und ein Leiterseil durchtrennt. Die Netzleitstelle reagierte hier umgehend und leitete die Umschaltung der schadhaften Strecke ein, sodass die betroffenen Stationen bereits um 23:04 Uhr wieder mit Strom versorgt werden konnten.
Die Reparaturen begannen am Montag und sollen im Laufe des heutigen Tages abgeschlossen werden, obwohl die anhaltende extreme Hitze die Arbeit für Monteure und Dienstleister erheblich erschwert.