Stromausfallzeiten: Im Dunkeln stehen die Oberhessen nur selten

Die ovag Netz GmbH glänzt mit geringen Ausfallzeiten ihres Stromnetzes.

Klar, keiner ist erfreut, wenn er im Dunkeln steht, wenn also der Strom ausfällt – gerade, wenn es unvorhergesehen geschieht. Aber wie oft sind die Menschen davon eigentlich wirklich betroffen? Im Versorgungsgebiet der ovag Netz GmbH erfreulich selten: Im Jahr 2019 waren das durchschnittlich gerade einmal drei Minuten! Ein Wert, der sich sehen lassen kann, sogar bundesweit. „Im Bundesgebiet waren es im Vergleichszeitraum über zwölf Minuten“, berichtet Marie-Christin Appel, von der Abteilung Planung und Projektierung des kommunalen Energiedienstleisters. Diese Zahlen gehen aus einer Veröffentlichung der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervor, die jene Werte turnusgemäß einmal im Jahr abfragt.

„Schaut man sich die Aufstellung der vergangenen Jahre an, haben sich unsere Bemühungen um die Versorgungssicherheit schon immer in sehr geringen Ausfallzeiten niedergeschlagen“, sagt Marie-Christin Appel. „Aber in jüngster Vergangenheit ist es uns gelungen, immer noch ein Stückweit besser zu werden.“

So ein Erfolg fällt natürlich nicht vom Himmel. „Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sich die ovag Netz seit jeher intensiv um ihr Netz kümmert. Soll heißen, dass wir kontinuierlich Geld in die Hand nehmen, um es nachhaltig zu hegen und zu pflegen, gezielt Investitionen vornehmen. Es zahlt sich eben aus, dass wir ein besonderes Augenmerk gerade auf unsere Betriebsmittel legen“, betont Marie-Christin Appel. So sieht das Budget der ovag Netz GmbH jährlich mehrere Millionen Euro vor, die zur Erneuerung und Instandhaltung in ihr Stromnetz fließen. Technik und persönlicher Einsatz

Die fernsteuerbare und teils automatisierte Technik ist das eine, die Menschen, die dahinter stehen das andere. Thomas Seipp, Leiter der Abteilung Bau und Betrieb: „Das fängt bei der guten Ausbildung an und führt direkt zu unserer ausgezeichneten Rufbereitschaft, die täglich rund um die Uhr bereitsteht, um bei Stromausfall, wenn nötig, sofort zum Ort eines Schadens auszurücken, damit schnellstmöglich, die Stromversorgung wiederhergestellt wird.“

Häufigste Ursachen für einen Stromausfall sind übrigens mit rund 25 Prozent atmosphärische Einwirkungen wie beispielsweise Sturm, Gewitter und Schnee. Nicht selten, dass dadurch Äste auf die Freileitungen fallen oder ein Blitz einschlägt und so für den „Kurzschluss“ verantwortlich ist. An zweiter Stelle der Ursachen stehen mit zwanzig Prozent sogenannte „Einwirkungen durch Dritte“, wenn also bei Tiefbauarbeiten der Bagger das Erdkabel beschädigt und es deswegen zur Versorgungsunterbrechung kommt.

Umspannwerk
Umspannwerk der OVAG.

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