Anmeldung.

So melden Sie Ihre Anlage bei uns an.

Vor der Planung oder dem Bau einer Erzeugungsanlage sollten Sie sich von ihrem Planer bzw. Elektrofachbetrieb beraten lassen. Beachten Sie hierzu unser Merkblatt Errichtung von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

Soll die geplante Anlage realisiert werden, melden Sie diese bitte vor Baubeginn zur Netzeinspeisung bei der ovag Netz GmbH an.

Für den reibungslosen Ablauf zum Bau Ihrer Erzeugungsanlage, haben wir einige Hinweise für Sie zusammengestellt:

Vorabanfrage

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Netzeinspeisung gar nicht oder nicht im gewünschten Umfang realisiert werden. Wir empfehlen daher vorab eine netztechnische Überprüfung. Folgende Angaben werden dazu benötigt:

  • Name und Adresse des Anlagenbetreibers und des Grundstückeigentümers
  • Anschrift des Anlagenstandortes
  • Lageplan mit Kennzeichnung des Anlagenstandortes sowie Kennzeichnung des Standortes des Netzanschlusses, über den die elektrische Arbeit in das Verteilnetz eingespeist werden soll
  • Anlagentyp- und Bauweise (Photovoltaik, Blockheizkraftwerk, Windkraft etc.)
  • Anlagengröße (elektrische Leistung)

 

Ihre Vorabanfrage richten Sie bitte schriftlich an:
ovag Netz GmbH
Sachgebiet EN
Hanauer Straße 9-13
61169 Friedberg
Fax 06031 82-1633
anschluss@ovag-netz.de

Anmeldung

Zur verbindlichen Anmeldung beachten Sie bitte folgendes:

Erzeugungsmessung bei PV-Anlagen ab 7,7kWp

-Bitte beachten - Erzeugungsmessung bei PV-Anlagen ab 7,7 kWp

Wir bitten Sie zu beachten, dass bei PV-Anlagen mit einer installierten Anlagenleistung ab 7,7 kWp eine Erzeugungsmessung grundsätzlich installiert werden muss. Dies dient zur Ermittlung der EEG-Umlagepflicht.

Bei PV-Anlagen mit einer installierten Leistung bis maximal 10 kWp ist gemäß § 61a Nr. 4 EEG 2017 die Installation einer geeichten Erzeugungsmessung erforderlich, wenn die PV-Anlage mehr als 10 MWh Strom pro Jahr erzeugen und der Eigenverbrauch mehr als 10MWh pro Jahr betragen kann. Anhand der verfügbaren maximalen Globalstrahlungswerte lässt sich insoweit - für die gegenwärtig verfügbaren Modultypen - eine Grenze bei einer installierten Leistung von 7,69 kWp ziehen.

Als Grundlage für die Entscheidung dienen die Empfehlung 2014/31 der Clearingstelle EEG sowie der Leitfaden zur Eigenversorgung der Bundesnetzagentur aus 07/2016.

Ab einer installierten Anlagenleistung von 7,7 kWp, ist grundsätzlich von der Möglichkeit der Überschreitung der vorgenannten 10 MWh pro Jahr auszugehen. Wenn dies aufgrund der Anlagenbeschaffenheit nicht möglich ist, muss dies im Rahmen der Entscheidung der Clearingstelle des genannten gestuften Darlegungskonzeptes vom Anlagenbetreiber nachgewiesen werden.

Als rechnerischer Nachweis sind folgende Mindestangaben in der Berechnung anzuführen:

  • Globale Strahlungsenergie pro m²
  • Modulleistung pro m²
  • Wirkungsgrad der Module
  • Neigung und Ausrichtung der Anlage
  • Summe der Erzeugung
  • Anlagennutzungsgrad (Performance Ratio)
  • Optional weitere relevante Angaben

Weiterhin ist das Formular „Erklärung zur Umlagepflicht“, auszufüllen und vom Anlagenbetreiber zu unterzeichnen.

Wir bitten Sie, Ihre Anmeldeunterlagen entsprechend zu ergänzen und dies auch bei zukünftigen Anmeldungen zu berücksichtigen.

Letztendlich empfehlen wir zukunftsorientiert bei einer Modulleistung ab 7,7 kWp einen Erzeugungszähler vorzusehen.

Messkonzepte

Der Messkonzeptekatalog enthält die gängigsten Messkonzepte im Netzgebiet der ovag Netz. Bitte geben Sie das für Ihre Bedürfnisse zutreffende Messkonzept bei der Anmeldung mit an. Abweichungen sind mit der ovag Netz abzustimmen.

Messkonzeptekatalog

Direktvermarktung

Direktvermarktung nach § 20-21c EEG .

Bitte beachten Sie die verpflichtende Direktvermarktung bei Erzeugungsanlagen >100 kW(p) und Erstinbetriebnahme ab 01.01.2017!

Wenn Sie Ihre Anlage(n) zur Direktvermarktung vor der erstmaligen Einspeisung nach § 20-21c EEG 2017 anmelden wollen, ist dazu das "BK6-16-200 Anlage4 MPES: Formular" der Bundesnetzagentur zu verwenden.

Wenn Sie eine oder mehrere Anlagen zur Direktvermarktung nach § 20-21c EEG um- bzw. abmelden wollen, ist dazu gemäß dem Beschluss BK6-18-032 der BNetzA seit dem 20 das elektronische Verfahren „Marktprozesse für erzeugende Marktlokationen (Strom)(MPES)“ zu verwenden.

Bitte beachten Sie die Meldefristen!

PV Plug-In/Balkonanlagen

Zum Betrieb von PV-PlugIn Anlagen sind die Meldungen der technischen Daten zur Anlage, zum Austausch der Messeinrichtung, zur Erfassung der Einspeiseleistung und Meldung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur notwendig.

Der Anschluss bzw. die Errichtung der Plug-In Anlage ist nur unter folgenden Bedingungen zulässig:

  • Es wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt, dass es durch die Stromerzeugungseinheit zu keinen schädlichen Netzrückwirkungen in das Stromversorgungsnetz kommen kann (§9 Abs. 3 NAV)
  • Die Erzeugungseinheit entspricht dem aktuellen Stand der Technik gemäß VDE-AR-N 4105 (mit beiliegenden Einheitenzertifikaten für Erzeugungseinheit und NA-Schutz)
  • Fest angeschlossene oder spezielle Energiesteckvorrichtung (nach VDE V 0628-1)
  • Maximale Einspeiseleistung ≤600VA (VDE-AR-N 4105)
  • Die Errichtung erfolgt durch einen eingetragenen Elektroinstallateur unter Beachtung aller einschlägigen Normen, insbesondere der DIN VDE V 0100-551-1
  • Es darf nur eine Erzeugungseinheit pro Endstromkreis betrieben werden
  • Der Zähler soll – sofern noch kein Zweirichtungszähler vorhanden ist – durch die ovag Netz GmbH, gemäß den Regelungen des MsBG auf eine moderne Messeinrichtung (beide Energierichtungen bzw. ein intelligentes Messsystem) gewechselt werden. Eine Kostenerhebung für die Durchführung des Zählertausches ist seitens ovag Netz GmbH derzeit nicht vorgesehen. Bitte vereinbaren Sie bei der Fachabteilung „Zählung & Datendienste“ (Messstellenbetrieb der ovag Netz GmbH) einen Termin zum Zählertausch Tel: 0603182-19033; E-Mail: inbetriebsetzung@ovag-Netz.de
  • Ist die ovag Netz GmbH nicht der Messstellenbetreiber wird der Zählertausch vor der Inbetriebnahme beim zuständigen Messstellenbetreiber beauftragt
  • Verzicht auf EEG Vergütung
  • Registrierung der PV Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur
  • Anmeldung der Erzeugungsanlage bei dem zuständigen Netzbetreiber (NAV §19)

Wir bitten Sie, der Anmeldung folgende Unterlagen beizufügen:

  • Ausgefüllte ovag Netz Anmeldung2.7
  • Herstellerdatenblatt der Photovoltaikmodule
  • Einheitenzertifikat inkl. Prüfbericht gemäß VDE-AR-N 4105 der Erzeugungseinheit des Wechselrichters
  • Einheitenzertifikat inkl. Prüfbericht gemäß VDE-AR-N 4105 der Schutzeinrichtung (NA Schutz) des Wechselrichters
  • Unterschrift des Anlagenbetreibers auf dem Anmeldeformular
  • Lageplan/Lageskizze mit Kennzeichnung des Solargenerators

Bitte beachten Sie, dass ohne die vorstehend aufgeführten Unterlagen keine vollständige Bearbeitung möglich ist.

Der VDE/FNN hat eine Zusammenstellung von häufig gestellten Fragen zu steckerfertigen PV-Anlagen unter https://www.vde.com/de/fnn/arbeitsgebiete/tar/tar-niederspannung/erzeugungsanlagen-steckdose veröffentlicht.

Nach Inbetriebnahme ist die Erzeugungsanlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur zu registrieren. Die Registrierungsbestätigung legen Sie bitte der ovag Netz GmbH als pdf per Mail an netznutzung@ovag-netz.de vor.

Noch ein Hinweis: Beachten Sie, dass der Parallelbetrieb einer Erzeugungsanlage am öffentlichen Netz ohne Meldung bei der Bundesnetzagentur und beim zuständigen Netzbetreiber nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und daher unzulässig ist.