Anschluss Ladevorrichtung E-Fahrzeuge

Anschluss Ladevorrichtung E-Fahrzeuge

Nützliche Informationen für den Anschluss von Ladevorrichtungen
für E-Fahrzeuge

Sie sind elektro-mobil unterwegs oder planen die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs? Und machen sich Gedanken über die Aufladung? Dann haben wir hier einige Hinweise für Sie zusammengestellt:

Die Ladung eines Elektrofahrrades ist in der Regel problemlos an einer handelsüblichen Schutzkontaktsteckdose möglich. Bei der Ladung eines Elektroautos sind jedoch die Anforderungen des konkreten Fahrzeugs entscheidend. Hier muss Ihr beauftragter Elektrofachbetrieb beurteilen, ob eine Aufladung an der jeweiligen Steckdose auch im Langzeitbetrieb unbedenklich ist und die Kapazität Ihres Hausanschlusses diesen Bedarf deckt.

Wenn Sie eine Wandladestelle (Wallbox) planen, beachten Sie bitte die unten stehenden Hinweise.

  • Auch hier ist die Hausanschlusskapazität zu beachten, u. U. muss der Anschluss verstärkt werden.
  • Bei der Auswahl einer Wallbox beachten Sie bitte, dass es Geräte gibt, die einen höchstmöglichen Anwenderschutz bereits im Gerät integrieren. Andere erfordern diese Schutzeinrichtungen (allstromsensitiv) hingegen in der Hausinstallation. Hier wären Sie dann ggf. Ihrerseits nachzurüsten.
  • Sie können – müssen aber nicht – das Elektrofahrzeug als sog. „abschaltbare Last“ definieren. Dies bedeutet, dass Sie dem Stromnetzbetreiber (also der ovag Netz AG) erlauben, die Aufladung u. U. zu unterbrechen. Dies wirkt sich für Sie günstig auf das im Strompreis enthaltene Netznutzungsentgelt aus. Das ist aber nur möglich, wenn Sie hierfür einen separaten Zähler einbauen lassen.

Informationen zum Anschluss einer Ladevorrichtung (Wallbox) für Elektrofahrzeuge in einer bestehenden Kundenanlage.

Bei der Planung von Ladevorrichtungen für Elektrofahrzeuge sind die einschlägigen Normen (z. B. VDE 0100-722), die anerkannten Regeln der Technik sowie die Technischen Anschlussbedingungen der ovag Netz AG zu beachten. Weiterhin sind die besonderen Anforderungen, die durch das zu ladende Fahrzeug bestehen, mit zu berücksichtigen.

Die Errichtung einer Ladevorrichtung stellt eine Erweiterung der Kundenanlage dar und darf gemäß § 13 NAV nur durch einen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden, der in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.

Grundsätzlich gilt, dass gemäß den TAB 2007 Kapitel 2 (3), Einzelgeräte mit einer Nennleistung von mehr als 12 kW dem Verteilnetzbetreiber zur vorherigen Beurteilung und zur Zustimmung zum Anschluss, anzumelden sind.

Bei einphasigen Ladesystemen darf eine maximale Belastung von 4,6 kVA (entspricht 20 A) nicht überschritten werden. Soll für die Ladevorrichtung, als „abschaltbare Last“ oder auf Grund weiterer zukünftiger Regelungen, ein Tarif mit verminderten Netznutzungsentgelten genutzt werden, so ist eine separate Messeinrichtung am zentralen Zählerplatz mit der Möglichkeit der Tarif- und Leistungsschaltung, vorzusehen. Der Anschluss am zentralen Zählerplatz ermöglicht auch ein zukünftiges Rückliefern von Energie in das Verteilnetz, wenn das Elektrofahrzeug bzw. die Wallbox hierfür ausgelegt sind (siehe Bild 1).

Bild 1: Anschlussschema einer Wallbox mit Messung am zentralen Zählerplatz


Für den Fall, dass ein direkter Anschluss an die Kundenanlage erfolgt (je nach Leitungslänge Haupt-, oder Unterverteilung), kann auf die separate Messeinrichtung verzichtet werden. Hierbei ist zu beachten, dass dann ein vermindertes Entgelten für die Netznutzung zur Ladung voraussichtlich nicht zur Anwendung kommen kann (siehe Bild 2).

Bild 2: Anschlussschema einer Wallbox mit Direktanschluss an einer Unterverteilung

Noch Fragen?

Diese beantwortet Ihnen gerne:

Portrait von Jörg Fischer